Saarbrücken siegt nach Herzschlagfinale in Duisburg

Nach einer rasanten Partie gewinnt der 1. FC Saarbrücken völlig verdient beim MSV Duisburg. Die Zebras hatten zuvor einen 0:2 Rückstand egalisiert und waren durch eine unberechtigte Rote Karte am Ende auf die Verliererstraße geraten.

Wenn eins gewiss ist, dann dass Lukas Kwasniok immer wieder Überraschungen in seinen Startaufstellungen bereithält. Und so rückte diesmal Marin Sverko von der Innenverteidigerporistion auf links. Für ihn kam Boné Uaferro in die Abwehr. Mario Müller ging auf die Acht und Kianz Froese debütierte auf der 11:

Batz – Sverko, Uaferro, Zellner, Barylla – Müller, Zeitz, Jänicke – Froese, Jacob, Shipnoski

Von Beginn an nahmen die Saarbrücker die Duisburger durch ein massives Pressing bereits in den vordersten Reihen aus dem Spiel. Dadurch ergaben sich immer wieder Ballgewinne, die jedoch zunächst nicht in einen Torerfolg für die Gäste umgemünzt werden konnte. Duisburg agierte in der Schauinsland-Arena wie eine Auswärtsmannschaft – notgedrungen, da ihnen die FCS-ler keine Luft zum Atmen gaben. Erst nach 15 Minuten kam ein wenig mehr in Richtung Tor der Saarbrücker. Diese besaßen einige Halbchancen, meist unter der Beteiligung von Kianz Froese, doch das überfällige Tor fiel erst in der 38. Minute als Barylla eine Ecke von rechts trat, Froese mit dem Kopf verlängerte und der freistehende Shipnoski einnetzte. 

Nach der Halbzeit behielten die Saarländer die Konzentration und zogen ihr dominantes Spiel weiter durch und waren dem 0:2 deutlich näher als der MSV dem Ausgleich. Das erkannte auch deren Trainer Torsten Lieberknecht, der mit dem wiedergenesenen Stoppelkamp und Ademi für Karweina und Krempicki, offensiv nachlegte. Doch das Tor fiel auf der anderen Seite. Diesmal brachte Mario Müller in den Fünfmeterraum, wo Sverko lauerte. Der traf zunächst nur den Pfosten, wovon das Leder abprallte, das der Saarbrücker Innenverteidiger mit dem Kopf in Netz lenkte. 0:2!

Dann geschah das Unfassbare: Obwohl der 1. FC Saarbrücken das Spiel bis zu diesem Zeitpunkt völlig im Griff hatte, kam Duisburg durch einen Doppelschlag in der 76. und 78. Minute durch den eingewechselten Budimbu und Vermeij zum Ausgleich. Nun lief plötzlich alles in der andere Richtung. Duisburg drückte, Saarbrücken stand hinten drin.

In der 82. Minute kam jedoch die nächste Wende in diesem sehenswerten Spiel: Tobias Jänicke hechtete einem Ball hinterher, den Sicker aus der Gefahrenzone befördern wollte. In der Drehung traf der den Saarbrücker, der daraufhin stürzte. Schiedsrichter Glaser zog sofort die Rote Karte. 

Eine glückliche Entscheidung für den FCS, der nun wieder Oberwasser erhielt und sofort das Tor der Duisburger belagerte. In der 93. Minute kann Torhüter Weinkauf einen Kopfball von Shipnoski nur abklatschen. Der Ball kam auf Jänicke, der ihn humorlos in die Maschen drosch. Im Anschluss verlor der Duisburger Dominik Schmidt noch die Nerven und sah Gelbrot.

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