Auch Dresden scheitert in letzter Minute im Ludwigspark

Vor der Saison galt die SG Dynamo Dresden als die Übermannschaft der Liga. Individuell dürfte diese Bewertung auch nach wie vor Gültigkeit besitzen. Beim 1. FC Saarbrücken konnten sie trotzdem nichts holen.

Durch die Erkältung von Kianz Froese musste Lukas Kwasniok erneut umstellen: Timm Golley nahm den Platz des kubanischen Kanadiers ein. Ansonsten begann die Mannschaft, die auch in Duisburg schon so überragend agiert hatte. Und sie wollten direkt an diese Leistung anschließend. Konzentriert, aber nicht übermütig zogen die Saarländer ihr Spiel auf, pressten vorne und drückten die Dresdener in ihre Hälfte. Doch am Sechzehner war meistens Sense. Dennoch fiel das 0:1 in der 17. Minute aus heiterem Himmel. Die linke Seite der Saarbrücker war weit aufgerückt, Zellner versuchten den Vorstoß von Königsdorfer zu stoppen, wodurch das Zentrum entblößt wurde. Daferner hatte keine Mühe zu vollenden.

Die Saarbrücker ließen sich von dem Gegentreffer nicht beeindrucken und dominierten weiterhin die Partie, doch erst am Ende der ersten Hälfte brannte es im Strafraum der Gäste. Golley hatte einen ersten Versuch in der 43. Minute knapp neben den Kasten gesetzt. Seine Vorlage zwei Minuten später auf den Kopf von Nicklas Shipnoski hingegen saß.

v.l.: Mario Müller und Ma rvin Stefaniak

An der grundlegenden Situation änderte sich auch in Halbzeit zwei zunächst nichts. Mario Müller musste mit Kniebeschwerden in der Kabine bleiben. Für ihn kam Markus Mendler aufs Feld. Nicht er, sondern Sebastian Jacob hätte in der 51. Minute die Führung erzielen können, doch sein Ball verfehlte knapp das Ziel. In der Folge wurden die Dresdener aktiver, es dauerte jedoch bis zur 78. Minute bis es gefährlich für das Tor von Daniel Batz wurde, als Diawusie nach einem Fehler von Sverko zum Schuss kam. Doch der Torhüter der Saarländer bewies erneut seine Extraklasse. Auf der anderen Seite hatte Nicklas Shipnoski den Siegtreffer auf dem Fuß, doch auch er traf nicht.

Den Saarbrückern merkte man nun an, dass sie in Duisburg Körner gelassen hatten. Und dennoch waren es die Aufsteiger, die erneut in der Nachspielzeit die Konzentration besaßen, das Spiel für sich zu entscheiden. Kein Zufall, dass es erneut Shipnoski war, der den Ball von rechts scharf in den Fünf-Meter-Raum brachte. Sebastian Jacob war auf dem Posten und vollendete mit der Hacke.

Fazit: Was in Saarbrücken gerade passiert ist geradezu irreal. Das Team von Lukas Kwasniok eilt von Sieg zu Sieg. Ein Zufall ist das nicht, denn die Mannschaft hat einen Fahrplan, gefestigte Spielstrukturen. Wenn dann noch die Angriffswucht dazukommt, welche die Saarbrücker auszeichnet, dann ist es schwer gegen dieses Team zu bestehen. 

Mit 19 Punkten aus 9 Spielen hat der FCS nun wohl knapp die Hälfte seines Ziels, sicherer Nichtabstieg, erreicht. Es ist kein Understatement, zu sagen, dass man erst diese Hürde nehmen möchte, bevor man sich weitere Ziele setzt. Das hält auch die Konzentration hoch, denn die Spiele sind fast alle eng und schon der nächste Gegner, Viktoria Köln, besitzt fraglos die fußballerische Potenz, dem FCS eine Niederlage beizubringen. Es bleibt also spannend.

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