Lübecks Gegner beim Kampf um den SHFV-Lotto-Pokal

Viel VfB-Bezug beim SV Todesfelde
Im ersten Pflichtspiel nach der Sommerpause trifft der VfB Lübeck am Sonnabend (16.45 Uhr, Live-Konferenz in der ARD, Livestream auf ndr.de) in Malente im Finale um den SHFV-Lotto-Pokal auf den SV Todesfelde. Als Mannschaft aus der Region sind die Gelb-Blauen kein Unbekannter. Wir stellen dennoch noch einmal die wichtigsten Fakten rund um den SVT zusammen.

Vereinsgeschichte und Erfolge

Der SV Todesfelde wurde 1928 als Turnverein gegründet. Seit 1947 gibt es eine Fußballsparte. Über 50 Jahre bewegten sich die SVT-Fußballer in den Ligen des Kreises Segeberg und des Bezirks Süd, ehe 2005 mit der Meisterschaft in der Bezirksoberliga der Aufstieg in die höchste Klasse des Landes gelang. In der derzeit Oberliga genannten Spielklasse spielt der SV Todesfelde mit zweijähriger Unterbrechung in den vergangenen 15 Jahren. In diesem Jahr feierten die Segeberger die Meisterschaft: Aufgrund der Quotientenregel rückte die Mannschaft, die zum Zeitpunkt des Saison-Abbruchs auf Platz zwei stand, vor den 1. FC Phönix Lübeck. Auf einen Zulassungsantrag für die Regionalliga verzichtete der Verein. Im Januar gelang dem SVT mit dem Erfolg beim SHFV-Hallenmasters bereits ein erster Titelgewinn auf Landesebene. Der erstmalige Sprung ins SHFV-Lotto-Pokal-Endspiel gelang durch einen 1:0-Sieg gegen Regionalligist SC Weiche Flensburg 08.

Vereinsführung

Seit fast 20 Jahren lenkt Holger Böhm als Vorsitzender die Geschicke des SVT. Unter seiner Regie begann der Erfolgsweg des Vereins so richtig. Der Verein lebt vom Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft und von der Kontinuität auf der Führungsebene. Eine wichtige Rolle nimmt der Förderverein ein, der seit vielen Jahren von Thomas Steenbock geführt wird. Im Hintergrund ist der auch an der Lohmühle als wohlwollender Begleiter des VfB bestens bekannte Bernd Jorkisch als Hauptsponsor mit seiner Firma Joda ein weiterer Grundpfeiler für den Erfolg. Die sportliche Leitung hatte viele Jahre lang Markus Weber inne, der im Sommer aus beruflichen Gründen ausschied und das Amt an Serkan Rinal, lange Jahre Profi und U23-Trainer unseres VfB, übergab.

Der Trainer

Die Verantwortung für die Mannschaft trägt Sven Tramm, der offiziell Teamchef genannt wird. Auch er ist kein Unbekannter beim VfB. Der heute 41-Jährige schaffte aus der A-Jugend der Grün-Weißen 1997 unter Trainer Karl-Heinz Körbel den Sprung zum Stammspieler in der Regionalliga, ehe ihn mehrere schwere Verletzungen ausbremsten. Er spielte anschließend noch für den TuS Hoisdorf und Concordia Hamburg. Seit 2012 gehört er zum Trainerteam in Todesfelde, seit 2017 als hauptverantwortlicher Trainer. Ihm stehen Bastian Holdorf und André Friedrichs (Torwarttrainer) zur Seite.

Die Mannschaft

Auch unter den Aktiven beim SV Todesfelde gibt es zahlreiche Verbindungen zum VfB – allen voran bei Henrik Sirmais, der bis 2018 fast 20 Jahre lang grün-weiß trug und 166 Pflichtspiele für unsere Liga-Mannschaft bestritt. Neben Sirmais haben auch fünf weitere aktuelle SVT-Akteure eine Vergangenheit als Liga-Spieler beim VfB: Emanuel Bento, Lennard Koth, Christian Rave, Cedric Szymczak und Til Weidemann. Letzterer wechselte erst im Sommer aus der VfB-U23 nach Todesfelde. Herausragende Akteure sind neben den Ex-VfBern auch Abwehrchef Kai-Fabian Schulz, der Zweit- und Drittliga-Erfahrung (FSV Frankfurt, Babelsberg, Jena) mitbringt, sowie die Stürmer Morten Liebert und Marco Pajonk (kam von Phönix Lübeck), die in den letzten Jahren durchgehend zu den Top-Torjägern der Oberliga zählten. Kapitän des Teams ist Mittelfeldspieler Luca Sixtus.

Bisherige Vergleiche

Es gab sieben Pflichtspiele, das Torverhältnis beträgt dabei 32:0. In Liga-Spielen trafen der VfB und der SV Todesfelde bislang nur in der Schleswig-Holstein-Liga-Saison 2013/14 aufeinander. Die Grün-Weißen gewannen beide Spiele mit 1:0 (im Joda-Sportpark) und 4:0 (auf der Lohmühle). Außerdem gab es in der Vergangenheit fünf Duelle in den Wettbewerben des Bezirks- und Landespokals, wobei das Torverhältnis von einem 15:0-Sieg des VfB im ersten Duell 1997 entscheidend gestaltet wird. Zuletzt gewann der VfB zwar die Landespokal-Duelle in Todesfelde, stieß im Juli 2016 (1:0) im Oktober 2018 (3:0) aber auf erheblichen Widerstand.

Foto: VfB Lübeck

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