Türkgücü München – VfB Lübeck | Die Stimmen der Trainer

Türkgücü München hat sich am sechsten Spieltag der 3. Liga mit 4:3 (2:1) gegen den VfB Lübeck durchgesetzt. Auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Partie im Grünwalder Stadion haben sich sowohl Türkgücü-Coach Alexander Schmidt als auch VfB-Trainer Rolf Landerl geäußert. Die Stimmen:

Alexander Schmidt, Trainer von Türkgücü München, über..

… das Spiel: „Das Ergebnis war für die Zuschauer vor den Bildschirmen bestimmt toll, aber aus Trainersicht haben wir zu viel zugelassen. Wir mussten auch unnötig zittern, als der Gegner nach dem 3:1 auf 3:3 rankommt, das gilt es zu analysieren und zu verbessern. Im Endeffekt waren es auch zwei ärgerliche Eigentore, dennoch gut, dass wir noch gewonnen haben. Ich bin aber trotz des Sieges nicht hundertprozentig zufrieden.“

… die Gegentore: „Wenn ich das erste Gegentor betrachte, dann war das ein Kommunikationsproblem zwischen Torwart und Innenverteidiger, weil es gab eigentlich keine Gefahr durch einen Gegenspieler. Beim zweiten Gegentreffer wird der Distanzschuss von Velagic unglücklich abgefälscht. 

Mir geht es aber nicht um diese Situationen, sondern darum, dass wir als Team besser verteidigen und kompakter stehen – wenn die erste oder zweite Linie überspielt wird, dass wir da nicht stehen bleiben, sondern gemeinsam mit zehn Mann verteidigen. Da muss einfach der hundertprozentige Wille da sein, gegen den Ball zu arbeiten.“ 

… den Handelfmeter: „Die Elfmeterentscheidung habe ich mir drei oder vier Mal angeschaut und es ist sehr schwer, zu sehen. In dem Moment, wo der Ball oben ist, verdeckt der Spieler mit dem Rücken den Körper und man erkennt nicht, ob der Ball an den Unterarm oder an den Rücken gegangen ist. Ich kann es nicht hundertprozentig beurteilen.“

… die bisherige Punkteausbeute: „Gegen Bayern München wäre von den Chancen her mehr möglich gewesen, aber wir lagen auch 15 Minuten vor Schluss hinten. Von daher kann man das Ergebnis akzeptieren. Das zweite Spiel war eine klare, verdiente Sache. Im dritten Spiel in Mannheim ist es ärgerlich, dass wir noch zwei Gegentore zum Ausgleich bekommen haben. Aber es war auch ein starker Gegner, der uns alles abverlangt hat. Wir müssen uns auch eingestehen, da hat man bei uns noch ein paar Dinge gesehen, die zu verbessern sind. Gegen Wehen Wiesbaden hätte man gewinnen, jedoch am Schluss auch verlieren können. Das Unentschieden war demnach leistungsgerecht. In Magdeburg haben wir gute Chancen gehabt. Mit der Anfangsphase war ich nicht zufrieden, aber mit den Möglichkeiten, die wir insgesamt hatten, hätten wir einen Punkt mitnehmen können. Unterm Strich kann man mit der Punkteausbeute leben, aber es war wichtig, heute die drei Punkte mitzunehmen. Jetzt gilt es, dass wir in Zwickau punkten. 

.. die Verletzung von Boubacar Barry: „Ich gehe davon aus, dass er einen Muskelfaserriss hat und drei bis vier Wochen ausfällt. Das ist mein Gefühl. Wenn es zwei Wochen werden, bin ich natürlich auch zufrieden.“

Rolf Landerl, Trainer des VfB Lübeck, über:

… das Spiel: „Beide Seiten haben versucht, mit offenem Visier und auf Sieg zu spielen. Die Elfmetersituation in der ersten Halbzeit ist mit Sicherheit unnötig. Auf der anderen Seite machen wir den Ausgleich mit unserem Elfmeter dann nicht. Ich glaube, das 1:2, das wir bekommen, verteidigen wir einfach nicht gut. Trotzdem ist es so, dass wir in der zweiten Halbzeit 1:3 in Rückstand geraten. Durch ein Eigentor kommst du dann wieder zurück, dann schießen wir ein sensationelles Tor, das uns das 3:3 bringt. Schlussendlich bekommen wir einen sehr, sehr fragwürdigen Elfmeter gegen uns gepfiffen. Ich habe mir die Szene nochmals angeschaut, das ist dann das i-Tüpfelchen in einem Spiel, in dem du alles investierst und dann zurecht gut zurückkommst und dann bekommst du so einen Elfmeter gegen dich.“

… die erneute Niederlage: „Eigentlich haben wir eine tolle Partie abgeliefert. Das ein oder andere Gegentor haben wir sicher zu einfach kassiert, das müssen wir aufarbeiten. Auf der anderen Seite bleibt nicht viel Zeit bis Samstag, was das Aufarbeiten, Videoanalysen etc. betrifft. Wir müssen das Spiel jetzt schleunigst abhaken, die Akkus aufladen und das Spiel am Samstag gegen Halle mit vollen Kräften bestreiten.“

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